Halmans‘ Glanzleistung im Hochsprung – RP Bericht 28-02-2017- Xanten

Im Hochsprung scheiterte Lea Halmans ganz knapp an 1,80 Metern. Die 1,78 Meter überquerte sie im dritten Versuch und landete auf Platz sieben der U20-Altersklasse.

Sonsbeck. Die Mehrkämpferin des SV Sonsbeck verbesserte sich bei der Hallen-DM auf 1,78 Meter und wurde Siebte der U20-Klasse. Über 60m-Hürden fehlte ihr eine Hundertstelsekunde für den Zwischenlauf. Von Rene Putjus

Es muss nicht immer ein Titel oder eine Medaille sein, damit Lea Halmans eine Meisterschaft in guter Erinnerung behält. Bei der Jugend-DM im Glaspalast Sindelfingen gab’s für die Mehrkämpferin des SV Sonsbeck in den drei Disziplinen, für die sie sich qualifiziert hatte, kein Edelmetall. Das war auch gar nicht eingeplant. Vielmehr rückten die persönlichen Leistungen in den Fokus. Neue Hallen-Bestleistungen im Hochsprung und über 60m-Hürden können sich sehen lassen. Halmans Vereinskollege Jonas Hochstrate (beide U20-Klasse) fehlte in seinem Vorlauf über 800 Meter der Mut.

Eine Hundertstelsekunde ist nicht mehr als ein Wimpernschlag. Doch so ein kurzer Moment war ausschlaggebend dafür, dass Halmans im Vorlauf über die Hürdendistanz das Aus ereilte. Zwar blieb die Leichtathletin aus Kevelaer erstmals unter neun Sekunden, doch reichte die Zeit nicht aus, um in einem starken Teilnehmerfeld mit etlichen Konkurrentinnen des älteren Jahrgangs weiterzukommen. 8,97 Sekunden bedeuteten Rang fünf. Bei ihr und Trainer Werner Riedel machte sich dennoch Erleichterung breit. „Es war zwar schade, dass es Lea nicht in den Zwischenlauf geschafft hat. Aber das Rennen war auch ein Test fürs Knie, das gehalten hat“, sagte der Coach. So konnten er und Halmans beruhigt dem zweiten DM-Tag entgegenschauen.

Los ging’s am Vormittag mit dem Hochsprung. Die 1,60 und 1,64 Meter meisterte sie jeweils im ersten, die 1,68 sowie 1,72 Meter jeweils im zweiten Versuch. Für die 1,75 Meter benötigte die Mehrkämpferin drei Anläufe. Dann ging’s ans Eingemachte. 1,78 Meter hoch war Halmans unter dem Dach noch nie gesprungen. Und im dritten Versuch klappt es tatsächlich. Damit war ihr der siebte Platz nicht mehr zu nehmen. Nun wollte sie auch die 1,80 Meter packen. Und während des zweiten Versuchs setzte Riedel schon zum Jubelsprung an – doch die Latte fiel noch runter. „Da war Lea schon mit dem Hintern drüber.“ Im dritten Versuch war dann die Luft raus. Zeit, um sich lange zu ärgern, blieb nicht. Der Weitsprung stand an. Als hervorragende Siebte des Hochsprungs – die Siegerin überquerte die Latte bei 1,82 Metern – ging’s zur nächsten Disziplin. Während die meisten Teilnehmerinnen schon länger an der Sandgrube auf den Start warteten, ging Halmans ohne eine richtige Vorbereitungsphase in den Wettkampf.

„Daher kam sie nur holprig rein“, so Riedel. Der erste Satz endete bei 5,27 Metern. Der zweite Versuch war wesentlich weiter, doch musste sie bei der Landung mit einer Hand hinter den Körper fassen (5,38). Der dritte Sprung musste nahezu perfekt sein. Riedel: „Technisch war er auch besser, doch trat Lea leider knapp über den Balken.“ Somit konnte Halmans die Tasche packen. Als Letzte des Weitsprungs ging’s zurück nach Kevelaer. Der starke siebte Rang im Hochsprung und die aufmunternden Worte des Trainers ließen die Enttäuschung aber recht schnell verschwinden.

Im Vorlauf über 800 Meter blieb Jonas Hochstrate nur eine Außenseiterchance. Insgesamt hatten sich 25 Aktive eine Startnummer gesichert. Der Alpener bekam die Innenbahn zugeteilt und geriet schnell ins Hintertreffen. Er ging die ersten 100 Meter zu verhalten an, war eingekeilt und wurde schließlich in 1:59,65 Minuten Fünfter des ersten Vorlaufs. „Er hätte mutiger sein müssen“, sagte Trainer René Niersmann. So sammelte Hochstrate in seinen ersten Lauf bei einer Einzel-DM wichtige Erfahrungen, die ihm beim nächsten Start sicherlich zugutekommen werden.

Quelle: RP
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